Messerangriff in Illerkirchberg: die Frage nach dem Warum

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Von Euronews  mit ZDF, SWR
Trauer in Illerkirchheim südlich von Ulm nach der Ermordung einer Schülerin
Trauer in Illerkirchheim südlich von Ulm nach der Ermordung einer Schülerin   -   Copyright  ZDF via EBU

In Illerkirchberg im Donau-Alb-Kreis haben Bewohnerinnen und Bewohner Kerzen aufgestellt in der Straße, in der zwei Mädchen auf dem Weg zum Schulbus - offenbar mit einem Messer - angegriffen wurden. Eine 14-Jährige verstarb im Krankenhaus. Die 13-Jährige schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

Viele sind fassungslos, sie bringen Blumen und Plüschtiere zu der Stelle, an der das Unvorstellbare geschah.

Zwar wurde ein Verdächtiger festgenommen, der weiter im Krankenhaus befragt wird. Doch auch die Polizei tappt noch im Dunkeln.

Die Frage nach dem Warum

Wolfgang Jürgens von der Polizei Ulm sagt: "Die Frage, die zu beantworten ist, ist die Frage, ob sich die Opfer, die zwei Mädchen und der Verdächtige kannten." Und natürlich will auch die Polizei das Motiv des mutmaßlichen Täters herausfinden.

Frage nach dem Warum beschäftigt wohl alle, die von der Ermordung der Schülerin in Illerkirchberg erfahren.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl erklärte am Tatort, es gebe keinerlei Erkenntnisse auf eine politische Motivation der Tat.

Haftbefehl gegen Verdächtigen

Gegen den Tatverdächtige ist an diesem Dienstag ein Haftbefehl erlassen worden. Es ist ein 27-Jähriger aus Eritrea, der in Illerkirchberg untergebracht war. Der Asylbewerber hat sich laut Medienberichten nach dem Angriff selbst mit einem Messer verletzt und wurde im Krankenhaus behandelt. 

Die Staatsanwaltschaft wollte prüfen, ob er in der Psychiatrie untergebracht wird. 

Die beiden anderen Geflüchteten aus Eritrea, die ebenfalls in der Unterkunft in Illerkirchberg leben und zu dem Messerangriff  befragt wurden, sind wieder auf freiem Fuß.

Offenbar schweigt der Verdächtige zu der Tat.