Russische Grenzregionen bauen Verteidigungspositionen aus

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Von Oleksandra Vakulina
Vakulina erklärt den Krieg
Vakulina erklärt den Krieg   -   Copyright  EURONEWS

Russland hat kürzlich damit begonnen, Verteidigungspositionen entlang seiner Grenze zur Ukraine, speziell im Oblast Belgorod auszubauen, berichtet das britische Verteidigungsministerium. Gräben seien in Belgorod bereits im April ausgehoben worden. Die neuen Konstruktionen sind wahrscheinlich ausgefeiltere Systeme, die mechanisierte Angriffe abwehren können.

Das Institute for the Study of War sagt, die Regionen Belgorod und Kursk bildeten Territorialverteidigungseinheiten, wodurch viele Zivilisten dem Krieg ausgesetzt seien und zwar auf Grund der "absurden" Annahme eines ukrainischen Bodenangriffs auf russische Grenzregionen.

Das britische Verteidigungsministerium urteilt, dass mangelnde strategische Einschätzung eine der Schwächen der Russen sei, das sich auch durch Russlands ursprüngliche Entscheidung, in die Ukraine einzumarschieren, offenbare.

Unvoreingenommene Analysen würden häufig durch eine Tendenz zu Gruppendenken und politisch zweckmäßigen Schlussfolgerungen untergraben.

Es kann sein, dass Russland die Verteidigungsvorbereitungen auf russischem Territorium fördert, um das patriotische Gefühl zu stärken.

Das Institute for the Study of War meint: Der Kreml scheint von den alten Kriegsbotschaften abzuweichen, wahrscheinlich um die Öffentlichkeit auf zukünftige Mobilisierungswellen vorzubereiten.

Das russische Verteidigungsministerium kann in Friedenszeiten nur etwa 130.000 Wehrpflichtige gleichzeitig ausbilden und hat sich bemüht, eine größere Zahl Männer in kürzerer Zeit auszubilden.

Der russische Präsident Wladimir Putin verstärkt auch die Maßnahmen, um zu verhindern, dass Soldaten und ihre Familien sich beschweren. So unterzeichnete er ein Gesetz, das Kundgebungen in Regierungsgebäuden, Universitäten, Schulen, etc. verbietet, wahrscheinlich, um Unruhen und und Proteste unter den Männern und ihren Familien zu unterdrücken.