Putin stößt mit Soldaten an und russische Bomben töten Zivilisten in Kurachowe

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit dpa
Putin stößt mit Soldaten bei Zeremonie in Moskau an
Putin stößt mit Soldaten bei Zeremonie in Moskau an   -   Copyright  Mikhail Metzel/Copyright 2022 Sputnik

Russland will nach Angaben des Kreml vorerst keine weiteren Gebiete der Ukraine annektieren, sondern die offiziell schon einverleibten Regionen ganz unter seine Kontrolle bringen. Das sei "viel Arbeit", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

In Moskau zeichnete Russlands Präsident Wladimir Putin Männer aus, die sich im Krieg besonders verdient gemacht haben.

Bei diesem Anlass sagte er:"Ständig wird darüber gesprochen, dass wir die Energieinfrastruktur des Nachbarlandes angreifen. Stimmt, machen wir. Aber wer hat die Krim-Brücke angegriffen?"

Vor allem im Osten der Ukraine wird weiter heftig gekämpft. Russische Flugzeuge bombardierten die Kleinstadt Kurachowe im Oblast Donezk. Mindestens zehn Menschen starben. Eine Bombe schlug auf dem Markt ein. 

Kreml warnt vor Attacken auf die Krim Russland hatte die Ukraine am 24. Februar angegriffen. Ende September erklärte Moskau die ukrainischen Gebiete Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja völkerrechtswidrig zu eigenem Staatsgebiet. Doch hat Russland die annektierten Regionen gar nicht ganz unter militärischer Kontrolle - im Gegenteil: Zuletzt eroberte die Ukraine Teile der russisch besetzten Regionen zurück.

Russland fürchtet auch ukrainische Angriffe auf die bereits 2014 annektierte Krim. Man sehe weiter die Gefahr eines Überfalls auf die Halbinsel, sagte Kremlsprecher Peskow nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Die Behörden der Krim-Metropole Sewastopol meldeten am Donnerstag erneut den Abschuss einer ukrainischen Drohne durch die russische Schwarzmeerflotte. Peskow warf der Ukraine die "Organisation von Terroranschlägen" vor.

Der Kremlsprecher wies auch Äußerungen etwa aus Deutschland zurück, nach denen die Ukraine sich in ihrem Verteidigungskampf gegen die russische Aggression nicht auf ihr eigenes Staatsgebiet begrenzen müsse. Dadurch werde der Konflikt ausgeweitet, warnte Peskow. Zuletzt war wiederholt russisches Gebiet beschossen worden. Die Ukraine äußert sich nicht klar zu diesen Vorfällen.