Young Audience Award: "Animal" ist der beste europäische Kinderfilm

Die drei Kandidaten auf einem Bild
Die drei Kandidaten auf einem Bild   -   Copyright  @EFA   -  
Von Frédéric Ponsard

Der Young Audience Award - diesmal im deutschen Erfurt vergeben - ist das Pendant zum Europäischen Filmpreis für Kinder und Jugendliche. Junge Filmfans aus ganz Europa hatten die Wahl zwischen drei von einem Expertenkomitee ausgewählten Beiträgen. Der diesjährige Gewinner kommt aus Frankreich: Die Umwelt-Doku "Animal" von Cyril Dion.

Wie genau das funktioniert, haben wir Matthijs Wouter Knol, seit 2021 Geschäftsführer und Direktor der Europäischen Filmakademie, gefragt.

"Junge Menschen zwischen 12 und 14 Jahren waren dazu aufgerufen, sich die drei nominierten Filme anzusehen, und Cyril Dions Film 'Animal' war einer von ihnen. Sie haben sich die Filme angeschaut und hatte n im Vorfeld Gelegenheit, darüber zu diskutieren. Und dann, einen Monat vor den anderen Europäischen Filmpreisen, über ihren Lieblingsfilm abgestimmt. Und das Ergebnis ist der Young Audience Award."

In "Animal" geht es um das Massenaussterben von Arten. Regisseur Cyril Dion und die beiden Jugendlichen Bella und Vipulan sprachen mit Wissenschaftlern und Umweltaktivisten aus der ganzen Welt, um das Phänomen zu verstehen und vor allem, wie wir es sich aufhalten ließe.

Der Filmwettbewerb lief online, aber auch in Kinos in mehr als 70 europäischen Städten waren die drei Kandidatenfilme zu sehen.

Matthijs Wouter Knol: "Es ist ein Projekt, da s vor allem in der Zeit gewachsen ist, als Vorführungen nur online möglich waren. Es war viel einfacher, viele junge Menschen zu erreichen, die nicht ins Kino gehen konnten. Und eigentlich ist es für sie jetzt viel selbstverständlicher, entweder ins Kino zu gehen oder sich die Filme online anzusehen."

Neben "Animal" waren noch der schwedische Spielfilm "Comedy Queen" der Regisseurin Sanna Lenken und der deutsche Spielfilm "Träume sind wie wilde Tiger" von Lars Montag nominiert.

Die Europäischen Filmpreise werden am 10 Dezember in Reykjavik. Euronews ist selbstverständlich mit dabei...