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NATO - Die neue Weltmacht?

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Von Euronews
NATO - Die neue Weltmacht?

<p>Frage von Marc aus Brüssel: </p> <p>“In Bezug auf die Ukraine und den Irak scheint es, als sei es schwierig für die internationale Gemeinschaft, mit einer Stimme zu sprechen. Ist das eine Gelegenheit für die <span class="caps">NATO</span>, ihre Position in der Welt zu stärken?”</p> <p>Antwort von Jean-Pierre Maulny, Direktor des Instituts für internationale und strategische Beziehungen – Paris: </p> <p>“Es ist offensichtlich, dass die derzeitige Lähmung der Vereinten Nationen, die durch den Widerstand der Russen noch verstärkt wird, es möglich macht, dass mehr Entscheidungen außerhalb der UN getroffen werden, beispielsweise von regionalen Organisationen, wie etwa der <span class="caps">NATO</span>. </p> <p>Die <span class="caps">NATO</span> ist eine gut strukturierte Organisation, die militärisch wirksam ist und von der Entscheidungen getroffen werden können. Sie hat verschiedene Aufgaben, sie garantiert zum einen die Sicherheit ihrer Mitglieder. Eine weitere Aufgabe sind Friedensmissionen. </p> <p>Sicher ist, dass die <span class="caps">NATO</span> bei ihrem letzten Treffen in Newport die Sicherheit ihrer Mitglieder in den Vordergrund gestellt hat.</p> <p>Im Falle des Iraks wird die <span class="caps">NATO</span> sich nicht an vorderster Front engagieren. Die Organisation wird die Länder der Koalition unterstützen. Aber sie wird nicht im eigenen Auftrag handeln. </p> <p>Was die Ukraine betrifft, da wird die <span class="caps">NATO</span> an vorderster Front mit dabei sein. Denn da geht es um den Schutz der Sicherheit von Mitgliedsländern, wie etwa die osteuropäischen und baltischen Staaten. </p> <p>Ich möchte anfügen, dass die gegenwärtige Situation riskant ist. Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass die <span class="caps">NATO</span> ein Militärbündnis ist, dass gegen Länder vorgehen kann, die nicht Teil dieser Allianz sind. Schlussendlich kann es also gefährlich sein, dass die <span class="caps">NATO</span> an Stelle der Vereinten Nationen Entscheidungen trifft. Denn das Bündnis repräsentiert nicht alle Länder. </p> <p>Wenn Sie auch eine Frage stellen wollen, klicken Sie einfach auf den untenstehenden Button.</p>