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EU-Kanada: Beim Fleisch geht's um die Wurst

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Von Euronews
EU-Kanada: Beim Fleisch geht's um die Wurst

<p>Auf Fleisch und zahlreiche andere Waren gibt es seit diesem Donnerstag keine Zölle mehr im Handel zwischen der Europäischen Union und Kanada. </p> <p>Der Grund: Das Freihandelsabkommen zwischen beiden Wirtschaftsblöcken trat provisorisch in Kraft, es muss aber noch von den meisten Parlamenten ratifiziert werden.</p> <p>Brüssel und Ottawa haben sich auf einheitliche Vorgaben für viele Waren geeinigt. Das soll Herstellern den Verkauf auf beiden Seite n des Atlantiks erleichtern.</p> <p>Kritiker wie Greenpeace lehnen das Abkommen in seiner jetzige Form indes ab.</p> <p>Kanada habe schwächere Vorschriften bei der Lebensmittelsicherheit und verwende Pestizide und Genpflanzen.</p> <p>Eine Greenpeace-Sprecherin sagte, in Kanada könne man den Ursprung von Fleisch nicht zurückverfolgen, und es gebe keine Kennzeichnungspflicht. </p> <p>Europa könne nur Stichproben nehmen und habe genveränderte Produkte auch schon zurückgeschickt. </p> <p>Das Abkommen werde für weitere Deregulierungen sorgen und bisherige EU-Standards schwächen.</p> <p>Branchenverbände weisen dies zurück. Mit der Europäischen Union und Kanada hätten zwei Partner verhandelt, deren Gesetze und Standards auf einem weltweit hohen Niveau seien.</p> <p>Andernfalls wäre das Abkommen nicht zustande gekommen, hiess es etwa beim Europäischen Verband der Fleischproduzenten.</p> <p>Entweder habe das Exportland eine mit der EU vergleichbare Gesetzeslage – und damit ein Totalverbot von Hormonen – oder es müsse seine Gesetze und Viehzuchtvorschriften dem europäischen Niveau anpassen.</p> <p>Das Freihandelsabkommen war im vergangenen Jahr unterzeichnet worden.</p> <p>Kanada gehört mit einem Volumen von 36 Milliarden Euro pro Jahr zu den zehn wichtigsten Handelspartnern der EU – knapp hinter Indien, aber noch vor Brasilien.</p>