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Selenskyj vor belgischem Parlament: "Mariupol ist wie Ypern"

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Von Alberto De Filippis
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Der ukrainische Präsident Wolodimyr Selenskyj
Der ukrainische Präsident Wolodimyr Selenskyj   -   Copyright  أ ف ب

Die ukrainische Nationalhymne im belgischen Parlament. Anschließend sprach der ukrainische Präsident Wolodymir Selenskyj zu den Abgeordneten, der damit seine Runde der Volksvertretungen fortsetzte.

Und auch in Brüssel erwähnte er Probleme im Zusammenhang mit dem Land, zu dem er spricht. Im Falle Belgiens war es der Diamantenhandel mit Russland, der von westlichen Sanktionen gegen Moskau betroffen ist.

Belgien könne im Kampf gegen die Invasoren mehr tun und helfen, Frieden zu erreichen, so Selenskyj. Der Frieden sei wertvoller ist als Diamantenläden.

Nach der Rede gab es anhaltenden Beifall. Regierung und Parlament in Belgien stehen voll und ganz hinter der Ukraine.

Im Sanktionspaket stehe bereits etwas über die Diamanten, sagte Außenministerin Sophie Wilmes. Belgien habe sich noch nie gegen Sanktionen ausgesprochen, die von der EU-Kommission vorgeschlagen wurden und kenne kein Tabu.

Der Kreml und das Putin-Regime würden Belgiens Schweigen und Untätigkeit nicht mit Diamanten, Öl oder Gas erkaufen, so der Abgeordnete Samuel Cogolati von den Grünen.

Diese Unterstützung geht jedoch nicht so weit, sich in den Konflikt einzumischen, wie Ministerpräsident Alexander De Croo sagte. Es bleibe jedoch eine sehr starke Unterstützung, die sich nicht nur auf die Aufnahme von Flüchtlingen beschränke.

Belgien habe zu den ersten Ländern gehört, die militärische, medizinische und humanitäre Hilfsgüter in die Ukraine geschickt haben, sagte Verteidigungsministerin Ludivine Dedonder. Diese Lieferungen gingen weiter.

Selenskyj berührte das Herz der belgischen Parlamentarier, indem er das Martyrium der Stadt Mariupol mit der blutigen Schlacht von Ypern verglich. Ein Hinweis, der belgische Politiker dazu veranlasste, zu versprechen, dass die Hilfe nicht aufhört.

Journalist • Stefan Grobe