Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Belgien: Der Kampf ukrainischer Flüchtlinge um eine Wohnung

Access to the comments Kommentare
Von Stefan Grobe  & Maria Psara
euronews_icons_loading
Ukrainische Flüchtlinge in Europa
Ukrainische Flüchtlinge in Europa   -   Copyright  يورونيوز

Ukrainer, die vor dem Krieg geflohen sind und in Belgien Zuflucht gefunden haben, suchen nun eine Bleibe.

Irina musste ihr Haus in Bucha in weniger als einer halben Stunde verlassen. Sie ist voller Dankbarkeit für die Familie, die sie seit drei Monaten beherbergt. Nun aber findet sie, dass es an der Zeit ist, unabhängig zu werden.

Doch eine Wohnung zu mieten scheint eine unmögliche Mission zu sein: Seit fünf Wochen rufe Sie bei Agenturen an. Man frage sie dann, woher sie komme. Und wenn sie sage, dass sie Ukrainerin sei und ein vorübergehend geschützter Flüchtling, wolle man nichts mit ihr zu tun haben.

Irina ist nicht die einzige, die dieses Problem hat. Tetiana und ihre Tochter waren zeitweise in einem Kloster.

Jetzt freuen sie sich, dass ihre Gastfamilie ihr Zeit gibt, eine Wohnung zu suchen. Aber die Dinge tböse enden.

Wohnungen seien sehr teuer, sagt sie. Dank der belgischen Regierung habe sie etwas Geld, um Lebensmittel zu kaufen. Wenn sie aber eine Wohnung miete, habe sie kein Geld mehr für Lebensmittel.

Bis jetzt gibt es 50.000 ukrainische Flüchtlinge in Belgien. Wenn der Krieg weitergeht, werden weitere kommen. Die Zahl könnte auf 80.000 steigen.

Die Behörden erkennen an, dass es schwierig ist, Familien zu bitten, weiterhin unbekannte Personen für lange Zeit aufzunehmen. Ein oder zwei Monate gehe das, so der zuständige Beamte in der Stadtverwaltung. Danach werde es kompliziert. Man müsse neue Gastfamilien finden oder eine zentrale Unterbringung in Erwägung ziehen. Doch dies wollten die ukranischen Flüchtlinge nicht. Sie wollten eine normale Wohnung.

Auch wenn die EU mehr als 3,5 Milliarden Euro an die Mitgliedstaaten geleistet hat, um ihnen bei der Bewältigung der Ankunft von Menschen zu helfen: dieses Geld ist nicht genug.

Viele Ukrainer kehren daher nach Hause zurück, obwohl der Krieg weitergeht...