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Kommt im Herbst die nächste Covid-Welle? Experten sind beunruhigt

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Von Stefan Grobe  & Isabel da Silva
Eine Impfung mit einer Dosis von Pfizer
Eine Impfung mit einer Dosis von Pfizer   -   Copyright  Rogelio V. Solis/The Associated Press   -  

Tempo ist alles, um die Bürger vor neuen Covid-Ausbrüchen im Herbst zu schützen, aber der Prozess muss beschleunigt werden. So der Konsens bei einer Anhörung im Europäischen Parlament.

Vertreter der pharmazeutischen Industrie diskutierten dort über die Einführung der Impfstoffe der zweiten Generation und sprachen dabei Warnungen aus.

Heute übersteige die Produktionskapazität von Covid-Impfstoffen bei weitem die Anzahl der Dosen, die verabreicht werden könnten, sagte Thomas Triomphe von Sanofi. Die Herausforderung sei nun, nationale Impfkampagnen erfolgreich durchzuführen.

Sanofi ist eines der Unternehmen, das an die Omicron-Variante angepasste Impfstoffe auf den Markt bringt und auf die Zulassung wartet. Die Europäische Arzneimittelagentur hat am 1. September grünes Licht für die neuen Versionen von BioNTech/Pfizer und Moderna gegeben. Am Tag darauf forderte die Europäische Kommission die Mitgliedstaaten auf, nationale Strategien zu entwickeln.

Dabei geht es um die Kombination von Covid- und Grippeimpfungen, ausreichende logistische Kapazitäten und den Start von neuen Kampagnen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten prognostiziert, dass mehrere europäische Länder nach einem recht ruhigen Sommer „ansteigende Trends“ in Bezug auf Fallzahlen und Krankenhauseinweisungen erleben könnten.

Obwohl die EU der zweitgrößte Impfstoffproduzent ist, ist die Vorsitzende des Covid-Sonderausschusses besorgt über die mancherorts niedrigen Impfraten.

Der beste Rat an die Öffentlichkeit sei es, wachsam zu bleiben, für sich selbst zu sorgen und sich impfen zu lassen, so die Vorsitzende Kathleen Van Brempt aus Belgien. Das gelte vor allem für Senioren über 65. Je mehr Menschen geimpft würden, desto einfacher werde es und desto weniger Einschränkungen werde die Gesellschaft als Ganzes haben. Es hänge aber alles davon ab, wie Behörden und Parlamente diese Empfehlungen umsetzten.

Für verbesserungswürdig hält das Europäische Parlament nach wie vor die Transparenz bei den Kosten und bei den Verträgen mit den Pharmaunternehmen.