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Gibt es schon bald die Dreifachimpfung gegen Corona, Grippe und RSV?

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Von Tom Bateman
Jährliche Covid-19-Impfungen könnten bald zum Alltag werden
Jährliche Covid-19-Impfungen könnten bald zum Alltag werden   -   Copyright  Eugene Hoshiko/AP   -  

COVID-19-Impfstoffe werden wohl auch langfristig als Teil der jährlich angebotenen Auffrischungsimpfungen werden. Davon gehen zumindest führende Impfstoffhersteller aus.

Die mRNA-Impfstoffhersteller Moderna und BioNtech/Pfizer arbeiten bereits an neuen, potenteren Versionen ihrer Impfstoffe, die auch gegen die Omikron-Variante wirken sollen. 

Dreifachimpfung im Herbst 2023

In einer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) am Montag sagte Stéphane Bancel, Chef von Moderna, dass sein Unternehmen eine saisonale Auffrischungsimpfung entwickelt, die sowohl COVID-19 als auch andere Atemwegserkrankungen wie Grippe und das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) abdecken soll.

"Unser Ziel ist es, eine einzige jährliche Auffrischungsimpfung anzubieten, damit die Menschen nicht zwei oder drei Booster-Impfungen pro Winter erhalten, sondern eine Dosis, die eine Auffrischung gegen Coronaviren, eine Auffrischung für Grippe und RSV enthält", so Bancel.

Geht es nach dem Firmenchef, soll diese Dreifach-Booster-Impfung bereits im Herbst 2023 auf dem Markt sein. 

Bancel machte aber auch deutlich, dass das Problem der Ungleichheit bei den Impfstoffen weiter bestehen wird, und sagte in Bezug auf die dreifache Booster-Impfung im Jahr 2023: "Ich glaube nicht, dass es sie in allen Ländern geben wird".

Keine weiteren Einschränkungen nach Omikron?

Ebenfalls am Montag deutete Albert Bourla, der Chef des Pharma-Unternehmens Pfizer, an, dass die aktuelle Omikron-Welle die letzte der COVID-19-Pandemie sein könnte, die Einschränkungen bei der Arbeit und im sozialen Leben erfordert.

"Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass das Virus noch einige Jahre lang zirkulieren wird. Es ist ein Virus, das sich über die ganze Welt verbreitet hat, und es ist sehr schwierig, es wieder loszuwerden", sagte er.

"Ich denke, dass diese Welle mit den Mitteln, die uns die Wissenschaft zur Verfügung gestellt hat, die letzte sein wird, die diese Art von Einschränkungen mit sich bringt".

In einem Kommentar gegenüber dem französischen Fernsehsender BFMTV wiederholte Bourla die Meinung von Moderna-Chef Bancel, dass jährliche COVID-19-Impfungen in den kommenden Jahren eine Selbstverständlichkeit sein werden.

"Für mich ist es wichtig, dass drei Dosen eine vollständige Impfung darstellen, gefolgt von einer jährlichen Dosis, außer für immungeschwächte Personen, die alle vier Monate eine Auffrischung erhalten könnten", sagte er.