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Natürliche Immunität gegen Covid-19 schützt besser gegen Delta als Impfung - Studie

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Von Euronews
Impfspritzen in einem Impfzentrum in Madrid: Spanien bereitet die Zeit nach der Pandemie vor und überlegt, wie mit Covid-19 nach der Omikron-Welle umgegangen werden soll.
Impfspritzen in einem Impfzentrum in Madrid: Spanien bereitet die Zeit nach der Pandemie vor und überlegt, wie mit Covid-19 nach der Omikron-Welle umgegangen werden soll.   -   Copyright  Paul White/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved   -  

Ungeimpfte, von COVID-19 genesene Personen, sind besser gegen die Delta-Variante des Coronavirus geschützt als diejenigen, die nur geimpft sind. Das geht aus einer von der US-Gesundheitsbehörde CDC jetzt veröffentlichten Studie hervor.

Trotzdem bleibe die Impfung die "sicherste Strategie" gegen die Krankheit, so das Center for Disease Control and Prevention (CDC) bei der Veröffentlichung der Daten.

Eine Ansteckung mit der Krankheit könne zu schweren Komplikationen führen, warnten die Gesundheitsexpert:innen, Impfstoffe hätten sich dagegen als äußerst sicher und wirksam erwiesen.

Die Studie wurde durchgeführt, bevor Auffrischungsimpfungen gemacht wurden und bevor die Omikron-Variante aufkam - die jetzt für mehr als 99 Prozent der neuen Infektionen in den USA verantwortlich ist. Es sei daher möglich, dass mittlerweile die Impfung wirksamer ist als die Immunität von Genesenen.

Die am Mittwoch veröffentlichten Ergebnisse liefern jedoch wichtige Erkenntnisse über die Unterschiede zwischen einer durch Impfung und einer nach einer Infektion erworbenen Immunität.

Für die Studie wurden Fälle in den Bundesstaaten New York und Kalifornien von Ende Mai bis November 2021 beobachtet. Delta wurde Ende Juni zur dominanten Variante in den USA.

Während des gesamten untersuchten Zeitraums waren die Menschen mit dem mit Abstand geringsten Schutz diejenigen, die weder geimpft noch in der Vergangenheit infiziert waren.

Vor Delta waren geimpfte Personen, die noch nie an COVID-19 erkrankt waren, besser geschützt als ungeimpfte, genesene Personen.

Nach der Einführung von Delta kehrte sich das Verhältnis um.

Geringeres Risiko für infizierte, aber nicht geimpfte Personen

In der Studie wurde das Risiko, an Delta zu erkranken, mit dem Risiko derjenigen verglichen, die am ehesten erkranken würden, d. h. derjenigen, die bis Anfang Oktober weder geimpft noch infiziert waren.

Diejenigen, die geimpft waren, sich aber nie mit COVID-19 infiziert hatten, hatten in Kalifornien ein sechsmal geringeres Risiko, an der Krankheit zu erkranken, und in New York ein etwa fünfmal geringeres Risiko.

Bei genesenen, aber nicht geimpften Personen war das Risiko sogar noch geringer: 29 mal geringer in Kalifornien und 15 mal geringer in New York.

Bei der Analyse des Krankenhausaufenthaltsrisikos - nur in Kalifornien - stellten die Forscher eine ähnliche Entwicklung fest.

"Dies könnte auf unterschiedliche Stimuli für die Immunantwort zurückzuführen sein", die entweder durch die Begegnung mit dem echten Virus oder mit einem Impfstoff ausgelöst wurden, erklärte das CDC.

Die Studienautoren wiesen aber auch darauf hin, dass zum Zeitpunkt der Studie bei vielen Menschen die impfstoffbedingte Immunitätsabnahme langsam einsetzte". Wenig später begann man mit Auffrischungsimpfungen.

Das CDC wies auch darauf hin, dass Studien zu Delta in anderen Ländern "ebenfalls einen erhöhten Schutz von zuvor infizierten Personen, sowohl geimpften als auch ungeimpften, im Vergleich zur alleinigen Impfung gezeigt haben".

Allerdings seien weitere Untersuchungen und Ergebungen erforderlich, um die Dauer des Schutzes zu untersuchen, der durch die Infektion mit den einzelnen Varianten, einschließlich Omikron, entsteht.

Weitere Quellen • AFP