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Autark mit H1: Erstes "Wasserstoffhaus" in Italien

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Von luca palamara
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Energiekrise, Klimawandel und das europäische Ziel der Klimaneutralität bis 2030 lenken den Blick auf Lösungen, wie Energie gespart werden kann – oder wie altbekannte Technologien, an denen bereits lange geforscht wird, einsatzreif und zur sauberen Energieerzeugung eingesetzt werden können. Neben Industrie und Verkehr sind es vor allem Gebäude, deren Energieeffizienz viel Potential zeigt.

An der süditalienischen Universität von Sannio mit einem Konsortium aus Forschungseinrichtungen und Privatunternehmen ein Gebäude realisiert, das seinen Energiebedarf autark, also unabhängig von Netzen deckt.

Dieses Studentenwohnheim ist nicht nur Unterkunft, sondern zugleich ein Labor, in dem zum ersten Mal in Europa ein Mikroaggregat mit Brennstoffzellen auf reiner Wasserstoffbasis installiert wurde.

Gerardo Canfora - Dekan der Universität von Sannio

Jahrelang haben wir daran gearbeitet, wie wir Energie einsparen können. Aber in letzter Zeit haben wir uns generell auf CO2-Emissionen konzentriert und daran gearbeitet, Wasserstoff zu verwenden, um dieses Haus zu einem völlig autarken System zu machen.

Jüngst kündigte die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen die Gründung des Europäischen Wasserstofffonds an, der bis zu 3 Milliarden Euro in Wasserstofftechnologien investieren soll.

Ennio Rubino Präsident des STRESS-Konsortiums 

Ziemlich sicher wird dieser Fond helfen, die Lücke zwischen der Energie aus fossilen Brennstoffen und der Erzeugung von elektrischer Energie durch Wasserstoff zu schließen.

Gebäude werden passiv effizient durch Energiesparmaßnahmen wie Dämmung. Wärme und Kühlung können durch Solarenergie und Erdwärme erzeugt werden, und auf den Strombedarf könnte grün erzeugter Wasserstoff die Antwort sein. Und wie Wasserstoff eigentlich erzeugt werden muss, um als Grün zu gelten, das hat das EU Parlament gerade definiert.