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Schwierige Mission an Limas Stränden: Freiwillige retten Tiere nach Ölpest

Küste vor Lima: Freiwillige retten Tiere nach Ölpest

Freiwillige, Umweltschützer:innen, Behörden und Mitarbeiter:innen des Zoos von Lima kümmern sich gemeinsam um Tiere an den Stränden der Hauptstadt, die Anfang der Woche in einem Ölteppich kleben geblieben sind. 

Die vom Unterseevulkan auf Tonga ausgelöste Flutwelle hatte dazu geführt, dass ein Frachter der Firma Repsol beim Entladen vor der Küste Limas beschädigt wurde und rund 6.000 Fässer Rohöl ausliefen. Peru erklärte daraufhin einen Umweltnotstand. 

Am Strand von Cavero, einem der am stärksten betroffenen Gebiete, sammelten Freiwillige am Freitag die Kadaver toter Tiere ein und versuchten, die überlebenden vom Öl zu reinigen. 

Der Nationale Forst- und Wildtierdienst hatte am Freitag mitgeteilt, dass 51 Vögel verschiedener Arten von den Stränden Ancón, Ventanilla und Chancay geborgen wurden. Unter den geretteten Tieren sind sechs Humboldt-Pinguine, die als gefährdete Art durch peruanische und chilenische Gesetze geschützt sind. Dutzende von Kranichen, Kormoranen und Möwen gehören ebenfalls zu den Tieren, die von der Ölpest betroffen sind.

Der Zoo von Lima beherbergt nach eigenen Angaben mehrere der geretteten Tiere in seinen Gehegen, obwohl nur begrenzt Platz zur Verfügung steht. "Es kommen immer mehr Vögel an. Wir tun unser Bestes", sagte Lisette Bermúdez, Leiterin des Zoos.