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Kommt der Papst nicht in den Kongo ....

... kommen die Kongolesen eben zu ihm.

Papst Franziskus, der nicht in den Kongo reisen konnte, begrüßte am Sonntag die kongolesische Gemeinde in Rom und entlehnte Worte aus ihrer Muttersprache, um in einer besonders lebendigen Zeremonie im Petersdom Frieden und Freude zu wünschen.

Franziskus, 85, sollte Anfang Juli in die Demokratische Republik Kongo und in den Südsudan pilgern. Aber anhaltende Knieschmerzen, die ihn in den vergangenen Wochen zeitweise vom Rollstuhl oder einem Gehstock abhängig gemacht haben, machten die Reise unmöglich, zumindest vorerst.

Stattdessen kamen am Sonntag rund 2.000 Kongolesen oder Nachkommen von Kongolesen zur Messe des Papstes im Vatikan.

Sie klatschten, als Franziskus seine Predigt mit einigen Worten aus einigen ihrer Sprachen begann, um ihnen Frieden, Brüderlichkeit und Freude zu wünschen.

Ihre farbenfrohe, ortsübliche Kleidung und ihr lebendiger, rhythmischer Gesang bildeten einen scharfen Kontrast zu der oft düsteren Kleidung und den Gesängen von Geistlichen, Nonnen und einfachen Gläubigen bei vielen Zeremonien in der Basilika.

Gebete wurden in Swahili, Lingala, Tshiluba und Kikongo, den Sprachen des kongolesischen Volkes, vorgetragen.

„Ein Christ bringt immer Frieden“, sagte Franziskus und kam damit auf das Thema "Versöhnung" zu sprechen, das sich durch die jetzt verschobene Pilgerreise hätte ziehen sollen.

Einen Tag zuvor schickte Francis eine Videobotschaft, in der er seine große Enttäuschung darüber zum Ausdruck brachte, dass er nicht reisen könne, aber versprach, das Land so bald wie möglich zu besuchen.

In seiner Predigt am Sonntag erneuerte der Papst sein Versprechen.

su mit VATICAN MEDIA