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Lima

Peru: Demonstration gegen Pedro Castillo

In der Hauptstadt Lima haben Hunderte Menschen gegen den peruanischen Präsidenten Pedro Castillo demonstriert. 

Fast unmittelbar nach seinem Amtsantritt am Donnerstag vor einem Jahr geriet der linke Landschullehrer Pedro Castillo unter Beschuss.

Nachdem er der traditionellen politischen Elite in einer Kopf-an-Kopf-Wahl unerwartet die Macht abgenommen hatte, wehrt sich der ehemalige Gewerkschafter seither gegen ununterbrochene Angriffe der politischen Rechten, die ihm seine Legitimität abspricht.

In den ersten 12 Monaten einer fünfjährigen Amtszeit hat der 52-jährige Castillo zwei Amtsenthebungsversuche eines feindlichen Kongresses wegen "dauerhafter moralischer Inkompetenz" überlebt, wobei von einem dritten die Rede ist.

Gleichzeitig stand er im Visier der Generalstaatsanwaltschaft, die fünf Ermittlungen gegen ihn am Laufen hat. - In Peru sind mehrere Präsidenten wegen Verbrechen angeklagt sind - allerdings erst nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt.

Castillo und seine Anwälte bestreiten alle Vorwürfe und behaupten, es sei alles Teil einer Verschwörung, ihn abzusetzen.