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Mesic: Auch Kroatien will Gotovina hinter Gitter sehen

Mesic: Auch Kroatien will Gotovina hinter Gitter sehen
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Die kroatische Führung hat eine diplomatische Großoffensive in der EU begonnen, damit der Streit um die Auslieferung des gesuchten Kriegsverbrechers Ante Gotovina nicht doch am Ende den Start ihrer Beitrittsverhandlungen im März gefährdet.

Der reformorientierte Präsident Stipe Mesic bekräftigte gegenüber EuroNews: “Ante Gotovina gilt nach kroatischem Recht als Flüchtiger. Und wir wollen ihn hinter Gitter sehen. Nach allen Informationen, die wir haben, hält er sich nicht in Kroatien auf. Und deshalb wird diese Angelegenheit nicht die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen beeinträchtigen.” Gotovina gilt vielen in der Heimat als Nationalheld, das Internationale Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat ihn dagegen wegen Mord und Verfolgung an Serben im Krieg zwischen 1991 und 1995 angeklagt. Die Chefanklage warf erst jüngst der kroatischen Regierung vor, Gotovina zu decken. Ein Vorwurf, den Ministerpräsident wie Staatschef immer wieder zurückweisen. Mesic, der Gotovina vor fünf Jahren in den Vorruhestand schickte, bittet derzeit bei EU-Politikern in Brüssel um Einsehen. Denn die Union hat angedroht, den für den 17. März geplanten Start der Beitrittsverhandlungen zu verschieben, wenn Gotovina sich bis dahin nicht in Den Haag stellt.