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Ultrakonservativer Ahmadi-Nedschad wird neuer Präsident des Iran

Ultrakonservativer Ahmadi-Nedschad wird neuer Präsident des Iran
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Überraschender Ausgang der Präsidentenwahl im Iran: Gegen die Erwartungen von Beobachtern hat der ultrakonservative Bürgermeister von Teheran, Mahmud Ahmadi-Nedschad, die Stichwahl gewonnen. Nach ersten Angaben erreichte er 61.7 Prozent der Stimmen. Ahmadi-Nedschad tritt sein Amt im August an. Er wird der erste nicht-klerikale Präsident des Iran seit 24 Jahren. Der 48jährige Politiker hatte im Wahlkampf mit Forderungen wie jener nach eine neuen islamischen Revolution auf sich aufmerksam gemacht. Sein Sieg dürfte das Ende der Reformpolitik im Iran bedeuten.

Der große Verlierer der Stichwahl ist Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani, der vor dem Urnengang als klarer Favorit galt. Er hatte politische Reformen sowie eine Öffnung des Landes Richtung Westen versprochen. In einer ersten Reaktion sagte er nun, es sei vorbei, er müsse die Niederlage akzeptieren. Im Verlauf der Wahl war es immer wieder zu Vorwürfen der Wahlfälschung gekommen – teilweise auch aus dem Lager Rafsandschanis. Der scheidende iranische Präsident Mohammed Chatani wie auch das iranische Innenministerium wiesen diese Anschuldigungen jedoch zurück. Der reformorientierte Chatami hatte nach zwei Amtszeiten in Folge diesmal nicht mehr kandidieren dürfen. Die Wahlbeteiligung blieb entgegen den Erwartungen verhältnismäßig niedrig: Nur knapp die Hälfte der rund 47 Millionen Wahlberechtigten gab bei der Stichwahl ihre Stimme ab – und das obwohl die Öffnungszeiten der Wahllokale wie schon im ersten Wahlgang mehrmals verlängert worden waren.
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