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In Bulgarien haben die oppositionellen Sozialisten die Parlamentswahl gewonnen

In Bulgarien haben die oppositionellen Sozialisten die Parlamentswahl gewonnen
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Nach den bisherigen Ergebnissen kam die BSP auf 32 Prozent der Wählerstimmen. Neuer bulgarischer Ministerpräsident wird voraussichtlich BSP-Parteichef Sergej Stanisev. Der 39-Jährige sprach in einer ersten Reaktion von einer Koalition aller demokratischen Parteien in Aussicht. Die Sozialisten verfügen im 240-köpfigen Parlament trotz Sieg nicht über die absolute Mehrheit. Weil jedoch alle sieben Parteien, die voraussichtlich ins Parlament einziehen, zerstritten sind, wird mit schwierigen Koalitionsverhandlungen gerechnet.

Großer Verlierer dieser Wahl ist Simeon Sakskoburggotski. Seine Nationale Bewegung, NDSW, die vier Jahre lang regierte, belegte den zweiten Platz. Obwohl alle Prognosen seine Niederlage vorausgesehen hatten, hatte Sakskoburggotski noch kurz vor der Wahl seine Bereitschaft zu einer weiteren Amtszeit bekräftigt. Mögliche Koalitionsverhandlungen mit den Sozialisten bezeichnete er nach Bekanntwerden der ersten Wahlergebnisse als schwierig. Auf die künftige Regierung warten große Herausforderungen: Sie muss das Land, eines der ärmsten Europas, für den EU-Beitritt 2007 fit machen. Dazu bedarf es erheblicher wirtschaftlicher und sozialer Reformen.
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