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Erneut Ausschreitungen in Nordirland

Erneut Ausschreitungen in Nordirland
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In der zweiten Nacht in Folge haben protestantische Extremisten in Belfast die Sicherheitskräfte angegriffen. Mindestens ein Polizist wurde dabei verletzt. Mehrere Autos gingen in Flammen auf. Nach Angaben der Behörden handelte es sich um etwa 700 Anhänger protestantischer paramilitärischer Organisationen, die die Sicherheitskräfte mit Steinen und Brandflaschen bewarfen. Bereits in der Nacht zum Sonntag war es zu Krawallen gekommen. Auf die Polizei sei geschossen worden, so der Polizeichef Nordirlands, Hugh Orde. Man könne von Glück reden, dass keiner der Polizisten getötet worden sei. Etwa 50 Schüsse seien abgefeuert worden. Mehr als 30 Polizisten wurden bei den Ausschreitungen verletzt. Nicht nur in Belfast sondern auch in benachbarten Städten errichteten gewalttätige Unionisten Straßensperren, zündeten Sprengsätze und setzten Fahrzeuge in Brand. Auslöser war die amtlich verfügte Umleitung eines Marsches des Oranier-Ordens. Damit sollten Zusammenstöße zwischen Protestanten und Katholiken vermieden werden. Mit den Märschen durch vorwiegend von Katholiken bewohnte Gebiete wollen die Oranier an den Sieg des protestantischen Königs Wilhelm von Oranien gegen seinen katholischen Widersacher im 17. Jahrhundert erinnern.