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Gewaltausschreitungen in Frankreich drohen zu eskalieren

Gewaltausschreitungen in Frankreich drohen zu eskalieren
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Die andauernden Unruhen in Pariser Vorstädten weiten sich immer mehr zum innenpolitischen Problem aus. In der sechsten Nacht in Folge setzten Jugendliche Autos und Müllcontainer und Geschäfte in Brand. Diesmal in Problemvierteln von Aulnay-sous-Bois. Die Gewalt nahm zu: Allein in der vergangenen Nacht zählte die Polizei 150 Brandstiftungen.

34 Randalierer wurden festgenommen. Inzwischen sind vier Departements rund um die französische Hauptstadt betroffen. Erstmals war es am Donnerstag in Clichy-sous-Bois zu Ausschreitungen gekommen, nachdem zwei mutmaßliche jugendliche Diebe bei ihrer Flucht vor der Polizei ums Leben gekommen waren. Sie waren über einen Transformator gklettert und hatten Stormschläge erlitten. Die Behörden sagten später, es habe gar keine Verfolgung durch Beamte gegeben. Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy gerät durch die Unruhen unter Druck.

Er war wegen drastischer Ordnungsparolen zuletzt auch in der eigenen Regierung kritisiert worden. So hatte er die Randalierer als “Lumpengesindel” bezeichnet und gesagt, man müsse in einigen Vorstadtvierteln mit dem Hochdruckreiniger vorgehen.

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