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EU gibt grünes Licht für Vogelgrippe-Impfung bei Geflügel

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EU gibt grünes Licht für Vogelgrippe-Impfung bei Geflügel

EU gibt grünes Licht für Vogelgrippe-Impfung bei Geflügel
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Nachdem in Österreich erstmals in Europa in einem Tierheim ein Fall der Vogelgrippe aufgetreten ist, hat die EU grünes Licht für die vorbeugende Impfung gegeben. In der Steiermark waren sechs infizierte Vögel entdeckt worden, ein Schwan, drei Enten und zwei Hühner. Sie hatten sich über einen erkrankten Schwan angesteckt, der in der Vorwoche noch lebend von Spaziergängern in das Tierheim gebracht worden war und kurz darauf verendete. Unterdessen billigten die EU-Kommission und Tierseuchenexperten der Gemeinschaft unter Auflagen die Impfprogramme Frankreichs und der Niederlande. “Geimpftes Geflügel darf nicht lebend in andere EU-Länder oder Drittstaaten exportiert werden”, sagte EU-Kommissionssprecher Philippe Tod. “Das Fleisch und die damit hergestellten Produkte können dagegen in der Europäischen Union vertrieben und an Drittstaaten geliefert werden.“Die nun genehmigten Impfprogramme in Frankreich und den Niederlanden als größte Geflügelproduzenten der Union sind auf bestimmte Bestände beschränkt und scharfen Auflagen unterworfen. In den Niederlanden sollen neben professionellen Zuchtbetrieben auch Hobby-Geflügelzüchter ihre Vögel freiwillig impfen lassen können. Dabei müssen die Länder sicherstellen, dass geimpfte Tiere von nicht geimpften klar zu unterscheiden sind. Die Anwendung von Vakzinen gegen die Vogelgrippe ist umstritten, weil der Erreger in geimpften Tieren verdeckt weiterexistieren kann. Die Ausbreitung der Vogelgrippe kann durch die Vakzination deshalb nicht gestoppt werden, wohl aber – so die Hoffnung in Paris und Amsterdam – das Überleben der schwer angeschlagenen Geflügelindustrie. Die hat in den vergangenen Wochen trotz Aufklärungskampagnen schwere Umsatzeinbußen hinnehmen müssen.