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Weitere Gewalt in Osttimor

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Osttimor kommt trotz der Stationierung von hunderten Soldaten einer internationalen Eingreiftruppe nicht zur Ruhe. Bewaffnete Banden zogen durch die Hauptstadt Dili, plünderten Häuser und setzten sie in Brand. Frauen und Kinder flüchteten vor der Gewalt.Auslöser der Unruhen war die Entlassung von 600 Soldaten, die zuvor in den Streik getreten waren. In den vergangenen Wochen war es deshalb immer wieder zu Unruhen gekommen. Osttimor ist seit vier Jahren ein unabhängiger Staat. Seit Donnerstag sind rund 600 Soldaten aus Australien, Neuseeland und Malaysia in Osttimor gelandet, um die eskalierende Gewalt zu unterbinden. Die Regierung in Dili hatte um ihre Entsendung gebeten. Außenminister Ramos Horta sagte, die Lage werde innerhalb weniger Tage unter Kontrolle gebracht. Bewaffnete würden festgenommen, kündigte der Außenminister an und fügte hinzu, dass nur Polizisten und Angehörige der Streitkräfte Waffen tragen dürften. Über das Wochenende sollen 700 weitere Soldaten der Eingreiftruppe in Osttimor landen. Viele verängstige Menschen begaben sich bereits unter ihren Schutz.