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Libanon: Dritter Kriegstag

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Libanon: Dritter Kriegstag

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Israel und die Hisbollah haben ihre Angriffe fortgesetzt, — ungeachtet internationaler Appelle zur Mäßigung. Erneut hat Israel Stadtviertel in Süd-Beirut bombardiert. Hier hat die schiitische Hisbollah hier ihre Hochburgen und ihr Hauptquartier. Israel macht die libanesische Regierung für einen Überfall der Hisbollah verantwortlich, bei dem am Mittwoch zwei israelische Soldaten entführt und acht getötet worden waren. Dem Hisbollah-Chef hat der israelische Innenminister mit gezielter Tötung gedroht.

Mit der Veröffentlichung von Videos, die aus dem Cockpit ihrer Kampfflugzeuge aufgenommen wurden, will die israelische Luftwaffe zeigen, dass sie die Stellungen der Hisbollah genau im Visier hat, von denen die Katyusha-Raketen auf Nordisrael abgefeuert werden. Nachdem die Hisbollah ihre Raketenangriffe ausgeweitet hat, sollen ihre Stellungen verstärkt angegriffen werden.

Bombardiert wurden am Freitag erneut Brücken, die Autobahn nach Damaskus, ein E-Werk und wieder der internationale Flughafen und die südlichen schiitischen Vorstädte von Beirut. Die internationale Stimmung steht eher gegen Israel. Selbst die USA haben Jerusalem zur Zurückhaltung aufgerufen, und der Vatikan verurteilte das militärische Vorgehen Israels im Libanon.

De facto hat Israel über den Libanon eine Luft-, See- und Landblockade verhängt.