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Erdogan: Finnlands Zypern-Vorschlag nicht vernünftig

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Erdogan: Finnlands Zypern-Vorschlag nicht vernünftig

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Im Streit um Nordzypern bleibt die Türkei hart: Regierungschef Erdogan bezeichnete den Vorschlag der finnischen EU-Ratspräsidentschaft zur Lösung des Problems als nicht vernünftig. Aber man könne natürlich weiter darüber diskutiren.

Um die Isolation der einzig von der Türkei anerkannten Türkischen Republik Nordzypern zu überwinden, schlägt Finnland eine Aufhebung des EU-Embargos und die Öffnung des unter UN-Kontrolle stehenden Hafens in Famagusta im Norden vor.

Die Regierung von Recep Tayyip Erdogan beharrt darauf, dass erst die Nordzypern-Frage gelöst werden muss, bevor sie wie von den Europäern verlangt zumindest indirekt die Republik Zypern anerkennt.

Dafür muss sie das Protokoll zur Zollunion mit der EU auch auf ganz Zypern ausdehnen und ihre Flug- und Seehäfen für die griechischen Zyprer öffnen. Bisher verweigert Ankara dies. Auch die 38 Millionen Euro Finanzhilfe für den Norden der Insel, die Brüssel gerade bewilligte, stimmten die Türken nicht um. Ihre Verweigerungshaltung wird zunehmend zum Risiko für die Fortsetzung der Beitrittsverhandlungen mit der EU.