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Schiiten begrüßen Exekution

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Schiiten begrüßen Exekution

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Irakische Schiiten freuen sich über den Tod Saddams Husseins. In ihrer heiligen Stadt Nadschaf: Menschen strömen auf die Straßen und feiern den Tod des Machthabers, der vor allem den Schiiten Jahrzehnte lang Leid zugefügt hatte. Es wurde keine Ausgangssperre verhängt, Sicherheitskräft sind aber in Alarmbereitschaft: Man fürchtet, ihre Freude könnte in mehr Gewalt zwischen den Bevölkerungsgruppen enden. Ein schiitischer Mann sagt: “Saddam Husseins Hinrichtung ist gut für das irakische Volk. Wir wurden 35 Jahre lang unterdrückt. Gott sei dank sind wir ihn los.”

Die gleichen Bilder in schiitischen Städten und Stadtvierteln landesweit. Das Regime Hussein hatte einst ihre Aufstand blutig niedergeschlagen. Unter anderem hier in Kerbala starben Zehntausende Schiiten in Massakern. In den letzten Monaten sind viele Schiiten aus gemischten Gegenden in die schiitischen Hochburgen, wie die Pilgerstadt Kerbala geflohen. Dass es noch ruhig ist, erklären Beobachter auch mit dem hohen muslimischen Fest Eid, das heute beginnt.