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ETA bekennt sich zu Anschlag am Madrider Flughafen

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ETA bekennt sich zu Anschlag am Madrider Flughafen

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Die baskische Extremistenorganisation ETA hat sich offiziell zu dem Bombenanschlag auf den Madrider Flughafen bekannt – wie üblich über die Zeitung Gara. Die Waffenruhe, die sie letztes Frühjahr versprochen hatte, sei aber aus ihrer Sicht nicht gebrochen. In den Trümmern des Flughafenparkhauses, die noch immer weggeräumt werden, waren zum Jahreswechsel zwei Menschen gestorben und etwa 20 verletzt worden. Die Regierung hatte die Friedensgespräche für beendet erklärt.

Im baskischen Südwesten Frankreichs hat die Polizei unterdessen zwei mutmaßliche ETA-Aktivisten festgenommen. Einer soll eine Schusswaffe getragen haben. Der Ort Ascain liegt in unmittelbarer Nähe zur spanischen Grenze – unweit von Atxondo, wo die Polizei vor wenigen Tagen ein mit 100 Kilogramm Sprengstoff präpariertes Auto entdeckt hatte. Einer der Verdächtigen soll mit einem Waffenversteck zu tun haben, das kurz vor Weihnachten in der Gegend gefunden wurde.

Regierungschef José Luis Rodriguez Zapatero trauerte heute mit der ecuadorianischen Gemeinde um die beiden Toten. Und er hat Parteiengespräche angesetzt, um die schwindende Hoffung auf ein Ende der Gewalt am Leben zu halten.