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Winter in Europa: Chaos auf den Straßen und im Flugverkehr

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Winter in Europa: Chaos auf den Straßen und im Flugverkehr

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Der plötzliche Wintereinbruch hat in vielen europäischen Ländern für ein Verkehrschaos gesorgt – wie etwa in Frankreich. Die Autobahn A 6 war 24 Stunden lang gesperrt; Tausende Autofahrer wurden eingeschneit. Und mancher Fahrer kam zu dem Schluss, dass die Situation in Frankreich besonders schlimm sei – wie ein empörter türkischer Lkw-Fahrer. In der Schweiz gebe es kein Schneeproblem, auch nicht in Österreich oder Deutschland, beschwerte er sich, nur in Frankreich. Und man müsse auch noch dauernd Maut bezahlen…

Aber auch in Deutschland sorgten Schneemassen für ein Chaos. Im Süden gab es Hunderte Autounfälle mit mehreren Todesopfern. Kanzlerin Angela Merkel, deren Helikopter zum Weltwirtschaftsforum in Davos wegen des Schnees nicht starten konnte, musste sich durch kilometerlange Staus kämpfen. In Österreich war vor allem Kärnten betroffen – nur in der Schweiz hielten sich die Verkehrsprobleme in Grenzen.

Nichts ging mehr auch im Flugverkehr. Der Flughafen Stuttgart musste gesperrt werden, rund 1000 Passagiere saßen mehrere Stunden lang fest. “Leider, es geht gar nichts mehr”, seufzt eine Flugreisende. “Wir müssen umbuchen, wir haben einen Termin, wir müssen nach Barcelona, das ist keine Vergnügungsreise, aber es läuft nichts mehr.” Ein anderer Passagier sieht freilich keinen Grund zur Aufregung: “Man nimmt’s gelassen, das ist das Wetter, was will man machen…”

Verkehrschaos auch in Tschechien. Ein Mann kam ums Leben, als sein Auto auf schneeglatter Fahrbahn gegen einen Lastwagen prallte. Aber nicht nur Autofahrer waren vom Wintereinbruch betroffen: Tausende Pendler saßen in eingeschneiten Zügen fest; und in Teilen Frankreichs und Österreichs waren noch am Abend mehr als 130.000 Haushalte ohne Strom.