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Versuchter Babyhandel in Kirgisistan aufgedeckt

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Versuchter Babyhandel in Kirgisistan aufgedeckt

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Für rund 460 Euro sollte diese Baby verkauft werden – in der mittelasiatischen Republik Kirgisistan. Doch die vermeintlichen Kunden, denen die Krankenschwester den Säugling übergab, waren Polizisten, und die Videoaufzeichnungen wurden nicht für private Zwecke gemacht.
Die Champagnerlaune der Krankenschwester verflog schnell, als sie die Täuschung bemerkte. Nach einem russischen Fernsehbericht hatte die Krankenschwester gegenüber der Kindesmutter behauptet, der Junge sei gestorben. Nach einem anderen Bericht wollte die Mutter das Kind nicht annehmen.
Die Polizei-Aktion auf der Entbindungs-Station des zentralen Krankenhauses der Hauptstadt Bischkek war angeordnet worden, um dem Baby-Handel in der armen ehemaligen Sowjetrepublik auf die Spur zu kommen, erklärte Innenminister Kasymbek Mambytov: Eine Untersuchung weiterer Kliniken, auch außerhalb der Hauptstadt, sei im Gange, sagte der Minister. Die Vorgänge seien empörend.
Nach einem UN-Bericht leben bis zu 80 Prozent der kirgisischen Kinder in “extremer Armut”, – das heißt: in einem Haushalt mit einem Tageseinkommen von weniger als 1,66 Euro pro Person.