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Oslo-Konferenz plant Verbot von Streubomben

Oslo-Konferenz plant Verbot von Streubomben
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Ein weltweites Verbot von Streubomben bis Ende nächsten Jahres: Das haben sich 46 Staaten zum Ziel gesetzt. Mit ihrer Erklärung ging eine Konferenz in Oslo zur Ächtung dieser Waffen zu Ende. Allerdings fehlten dabei die USA, Russland und China, die zu den größten Herstellern dieser Streubomben zählen.

Deutschland bekam von der Konferenz den Auftrag, den Text für ein Verbot auszuarbeiten. Österreich will im Herbst in Wien eine Folgekonferenz ausrichten. Diese Woche beschloss die Bundesregierung außerdem, dass Österreich vorläufig keine Streubomben einsetzt. Ein solches Moratorium hatten letztes Jahr auch schon Norwegen und Belgien für ihre Armeen verhängt.

Wegen dieser Bomben war zuletzt Israel heftig kritisiert worden, letztes Jahr im Libanonkrieg. Streubomben zerspringen in viele kleine Einzelbomben, die schwere Verletzungen hervorrufen. Vor allem aber explodieren viele dieser kleinen Sprengkörper zunächst gar nicht. Diese Blindgänger können dann noch Jahre später hochgehen, wenn sie zum Beispiel beim Spielen von Kindern gefunden werden. Der Einsatz von Streubomben wird deshalb von Menschenrechtlern geächtet, völkerrechtlich verboten ist er aber nicht.

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