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Osttimor geht in zweite Runde der Präsidentschaftswahl

Osttimor geht in zweite Runde der  Präsidentschaftswahl
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In Osttimor entscheidet die nationale Wahlkommission am Donnerstag über eine mögliche Neuauszählung der am Montag in der Präsidentschaftswahl abgegebenen Stimmen. Acht Kandidaten waren angetreten. Es zeichnet sich eine Stichwahl ab zwischen dem amtierenden Ministerpräsidenten, Jose Ramos Horta, und dem Parlamentspräsidenten, Francisco Guterres, von der linken Fretilin-Partei. Für ihn stimmten 29 Prozent der Wahlberechtigten. Der Friedensnobelpreisträger Ramos-Horta erhielt knapp 26 Prozent.

Am achten Mai soll in der Stichwahl die Entscheidung fallen in Osttimors erster Präsidentschaftswahl seit dem Ende der indonesischen Besatzung vor fünf Jahren. Die Erwartungen in der Bevölkerung sind hoch. “Wenn es zu einem zweiten Wahlgang kommt”, sagte eine Studentin in Dili, “dann hoffe ich, dass die Wahlkommission bessere Arbeit macht. Es darf in den ländlichen Gebieten keine Unregelmäßigkeiten mehr geben.”

Ein Passant in der Hauptstadt sagt, er werde für Ramos Horta stimmen, weil er international ebenso bekannt sei wie daheim in Osttimor. Ein anderer ist für Guterres, den er Lu-olo nennt – der Kampfname des Politikers aus dem Guerillakrieg gegen Indonesien. Er sei der beste Mann fürs Präsidentenamt, weil er von Anfang an dabei gewesen sei. Er sei während der indonesischen Besatzung im Lande geblieben und sei der Bevölkerung daher besser bekannt.

Etwa 70 Prozent der halben Million Wahlberechtigten gaben am Montag ihre Stimme ab. Wahlbeobachter der Europäischen Union lobten den friedlichen Wahlverlauf.

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