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Schwere Ausschreitungen in Estland wegen Sowjetdenkmal

Schwere Ausschreitungen in Estland wegen Sowjetdenkmal
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Der Streit um ein sowjetisches Kriegerdenkmal in der estnischen Hauptstadt Tallinn ist in der Nacht zum Freitag eskaliert. Nach schweren Ausschreitungen am Donnerstagabend ordnete die estnische Regierung in der Nacht den Abbau des Denkmals an.

In dem baltischen Nachfolgestaat des Sowjetunion lebt eine große russische Minderheit. Für sie,
wie für Rußland steht das Denkmal für den Sieg über den Faschismus, für die Esten ist es Symbol einer jahrzehntelangen Fremdherrschaft.

Weil das Denkmal russische und estnische Nationalisten anziehe, sei es zu einem
Sicherheitsrisiko geworden. Deshalb habe man sich nach den Ausschreitungen noch in der Nacht entschlossen es abzubauen und in Sicherheit zu bringen, erklärte die Regierung. Für die Krawalle machte sie betrunkene und anarchistische Jugendliche verantwortlich, die gar kein Interesse an der Denkmalfrage hätten.

Es waren die schwersten Ausschreitungen in der Geschichte der estnischen Hauptstadt. Ein 19-jähriger wurde getötet, 44 Zivilisten und 12 Polizisten wurden verletzt. Gut hundert Gebäude wurdenbeschädigt, zahlreiche Geschäfte
geplündert und mehr als 300 Menschen festgenommen.

Die Beziehungen zwischen der russischen Minderheit, die rund ein Viertel der Bevölkerung Estlands stellt, und den Esten sind seit der Unabhänigkeit aüßerst gespannt.

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