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Nach feindlicher Kaufofferte Murdochs droht Übernahmeschlacht um US-Verlagshaus Dow Jones

Nach feindlicher Kaufofferte Murdochs droht Übernahmeschlacht um US-Verlagshaus Dow Jones
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Nach der feindlichen Kaufofferte Rupert Murdochs für Dow Jones halten Analysten eine Übernahmeschlacht um das 125jährige US-Verlagshaus für möglich. Konkurrenten wie CNBC, Bloomberg oder die Washington Post könnten sich veranlasst sehen, ein höheres Angebot für den Herausgeber des Wall Street Journals abzugeben, hiess es.

Murdochs Medienkonzern News Corp. bietet vier Milliarden Euro für Dow Jones – deutlich mehr als der aktuelle Börsenwert. Dies wurde von den Mehrheitsaktionären umgehend abgelehnt.

Für den Medienzar wäre die Übernahme von Dow Jones ideal. Der Dienst könnte Murdochs neuen Kanal für Finanznews mit Informationen versorgen.

Beobachter fürchten indes negative Folgen über das Wall Street Journal hinaus, sollte Murdoch erfolgreich sein. “Wenn ein Medienunternehmen wie dieses Traditionsblatt ausschliesslich nach Gesichtspunkten der Gewinnmaximierung geführt wird, dann wird die Integrität der gesamten US-Presse geschwächt”, meinte Steve Strasser von der Universität New York.

Auch die Redaktion des Wall Street Journals fürchtet um ihre Unabhängigkeit. Dagegen könnte das hohe Angebot Murdochs auf Aktionäre verlockend wirken. Zumal der US-Zeitungsmarkt unter der Abwanderung von Lesern und Anzeigenkunden leidet.

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