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Neue Kämpfe mit Islamisten im Libanon

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Neue Kämpfe mit Islamisten im Libanon

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Die Kämpfe zwischen Armee und Islamisten im Libanon gehen unvermindert weiter, nun schon den zweiten Tag. Im Mittelpunkt steht das palästinensische Flüchtlingslager Nahr al-Bared im Norden des Landes, in dem die Islamisten ihre Basis haben. Die Armee beschießt offenbar ihre Stellungen am Eingang zum Lager; nach Angaben der Palästinenser dort wurden aber auch Zivilisten im Lager getötet und verletzt.

Schon gestern kamen bei Kämpfen rund um das Lager und im nahegelegenen Tripolis mehr als fünfzig Menschen ums Leben. Darunter ist offenbar auch ein Mann, der in Deutschland gesucht wurde: wegen der fehlgeschlagenen Kofferbomben-Anschläge vom Kölner Hauptbahnhof letztes Jahr. Sein Bruder wartet in Deutschland auf seinen Prozess.

Der Getötete war einer der Anführer der Gruppe Fatah al-Islam, zu der auch die anderen Islamisten in diesem Kampf gehören. Libanons Regierung wirft der Gruppe zwei Anschläge vom Februar in der Hauptstadt Beirut vor. Außerdem soll sie demnach von Syrien aus gesteuert sein und Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida haben. Fatah al-Islam bestreitet das, spricht aber von gemeinsamen Zielen mit Al-Kaida wie dem Kampf gegen Ungläubige.

Gestern abend gab es in Beirut erneut einen Bombenanschlag. Dabei starb eine ältere Frau; mehrere Menschen wurden verletzt. Der Sprengsatz explodierte auf einem Parkplatz gegenüber einem Einkaufszentrum, in einer vorwiegend christlichen Gegend. Wer hinter diesem neuen Anschlag steckt, ist noch unklar.