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Haftstrafen nach Foltermord von Siegburg

Haftstrafen nach Foltermord von Siegburg
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Nach dem so genannten Foltermord von Siegburg in Deutschland sind hohe Haftstrafen verhängt worden. Die drei Angeklagten hatten im Siegburger Jugendgefängnis einen Mithäftling stundenlang gequält und ihn dann gezwungen, sich selbst zu erhängen.

Zwei der Täter bekamen vierzehn und fünfzehn Jahre Gefängnis. Der Anführer erhielt zehn Jahre Haft, weil er damals minderjährig war. Nach Jugendstrafrecht ist das die höchstmögliche Strafe.

Das Gericht sah bei den Angeklagten Grausamkeit und niedere Beweggründe. Es hielt ihnen allerdings auch zugute, dass das Eingeschlossensein zu viert in einer Zelle eine große Belastung gewesen sei.

Der Foltermord von Siegburg hatte letztes Jahr deutschlandweit Aufsehen erregt. Als Reaktion
entsteht im betroffenen Bundesland Nordrhein-Westfalen nun erstmals seit dreißig Jahren ein neues Jugendgefängnis. Die Belegung von Zellen mit drei oder vier Häftlingen ist seit dem Vorfall in Siegburg verboten.

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