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Lassen Christdemokraten Prodi tatsächlich fallen?

 Lassen Christdemokraten Prodi tatsächlich fallen?
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Der italienische Ministerpräsident Romano Prodi stellt sich heute der Vertrauensabstimmung in der Abgeordnetenkammer. Prodi hatte gestern das Parlament gebeten, ihm das Vertrauen auszusprechen, nachdem die christdemokratische Kleinstpartei Udeur seine 9-Parteien-Koalition verlassen hatte.

Prodi verfügt in der Kammer auch ohne die Christdemokraten über eine komfortable Mehrheit. Anders im Senat. Dort ist die Regierung nun auf die Unterstützung der Senatoren auf Lebenszeit angewiesen.

Die Forderung der Opposition nach Neuwahlen sei etwas voreilig, meint Professor Franco Pavonello von der John Cabot Universität in Rom: “Wir werden sehen, ob es Prodi gelingt, genügend Senatoren zu gewinnen und wie sich die Udeur Senatoren entscheiden, wenn es ums Ganze geht. Ob sie es riskieren, daß die Regierung stürzt, die Opposition gestärkt wird und es in so einem Klima zu Neuwahlen kommt”, sagt Pavonello.

Im Verlauf des Korruptionsskandals um den christdemokratischen Justizminister Mastella ist die Popularität der Regierung Prodi drastisch gesunken. Nach Mastellas Rücktritt zog sich seine Partei aus der Koalition zurück.

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