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Rekordbeteiligung bei den Parlaments-Neuwahlen in Serbien

 Rekordbeteiligung bei den Parlaments-Neuwahlen in Serbien
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Bis um zehn Uhr hatten schon rund zehn Prozent der fast 7 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben – so viel wie nie zuvor. Für die Serben steht diesmal viel auf dem Spiel: Vor allem Die Frage, ob sich Belgrad an die EU annähern – oder sich von ihr abwenden wird. Boris Tadic ist im Februar knapp als Präsident bestätigt worden. Seit der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo aber steht sein pro-EU-Kurs in der Kritik, weil die meisten Länder der europäischen Union diese Unabhängigkeit unterstützen. Er spricht vor einer europäischen Zukunft – und davon, dass das Kosovo dennoch serbisch bleibt.

Viele Serben aber sind überzeugt, dass es nur das eine oder das andere geben kann – und da ihnen zunächst das Kosovo wichtiger ist, haben die Ultranationalisten um ihren Führer Tomislav Nikolic gute Chancen wieder zur stärksten Partei zu werden. Bisher bildeten sie die stärkste Oppositionfraktion – nun könnten sie zur größten Regierungspartei werden. Beobachter rechnen damit, dass sie dem bisherige Regierungschef, dem gemäßigt-nationalistische Vojislav Kostunica, eine Koalition anbieten werden, in der dieser trotz wahrscheinlicher Verluste im Amt bleiben kann. Auch Kostunica scheint zum Koalitionswechsel zu tendieren – denn: es geht um das Kosovo.