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Neue Roboter zeigen Gefühl

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In dieser Ausgabe von Hi Tech geht es um drei Roboter.

Abu Dhabi – Reem B ist ein menschenähnlicher Dienstleistungs-Roboter der Firma Pal Technology in Abu Dhabi. Reem B wiegt 60 Kilo und ist ein Abkömmling von Reem A. Seine Fähigkeiten nach Angaben seiner – geistigen – Väter und Mütter: Er kann seine Umgebung erkennen – ein Plus gegenüber Vorgänger Reem A. Das Entwicklungsteam mit Sitz in Barcelona hat vier Jahre lang an Reem B gebastelt. Das Ergebnis: Reem B kann ín einem Raum Hindernisse erkennen und um sie herumsteuern. Infrarot Laser in seinen “Füßen” helfen ihm dabei, seinen Weg zu finden. Sein “räumliches Gedächtnis” erzeugt und speichert eine digitale Umgebungskarte.

Grand Canyon, Arizona – Auch dieser kleine Bergsteiger namens Evolta ist ein Roboter. Angetrieben von zwei ganz normalen AA Batterien, hat Evolta eine große Konditionsleistung erbracht. Er erklomm die 530 Meter Höhenunterschied vom Fuß des Grand Canyon bis zum Rand. Einziges Hilfsmittel: ein dünner Draht, der von oben herunterhing. Schlechtes Wetter, sogar Hagel, konnten Evolta nicht entmutigen, nur etwas bremsen. Der Kletterzwerg ist 17 Zentimeter hoch und wiegt 134 Gramm. Er schaffte knapp 80 Meter in der Stunde: Nach 6 Stunden und 46 Minuten war er am Ziel.

Tokio – Den Schluß der Roboterparade macht eine Roboterin: Die 38 Zentimeter große Emma geht wie eine Frau, schwenkt ihre Hüften und wirft ihren Fans Küsse zu. Emma – englisch etwa für ewig, Mädchen, aktuell – ist das jüngste Geschöpf des japanischen Spielzeugherstellers Sega. Auch Emma hat Infrarot-Sensoren und schafft mithilfe von Batteriestrom mehr als 60 Bewegungsabläufe – sie knutscht sogar mit Menschen in ihrer Nähe, vorausgesetzt ihr Programm rastet im Liebesmodus ein.

Alles nur Spielerei ? Vermutlich nicht. In Japan rechnet man in den kommenden 10 Jahren mit einem Markt von gut 6 Milliarden Euro.