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Erstes Urteil in Lichtenstein-Steueraffäre

 Erstes Urteil in Lichtenstein-Steueraffäre
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Ein Immobilienkaufmann aus Bad Homburg ist am Freitag im ersten Strafprozeß um die “Lichtensteiner Steuerhinterziehungsaffäre” vom Landgericht Bochum zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem muß er mehrere Millionen Euro an eine soziale Einrichtung zahlen. Der 66-jährige hatte gestanden, elf Millionen Euro in Stiftungen in Liechtenstein angelegt und die Erträge dem Fiskus nicht gemeldet zu haben.

Die Affäre war ausgelöst worden, weil der deutsche Geheimdienst gestohlene Kundendaten der Liechtenstein Global Trust (LGT), dessen Eigentümer das Fürstenhaus ist, gekauft hatte.

Prominentestes Opfer der Affäre ist der frühere Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, dessen Haus im Februar öffentlichkeitswirksam durchsucht worden war. Derzeit wird in Deutschland gegen etwa 700 Verdächtige ermittelt. Bislang konnten rund 110 Millionen Euro von Steuersündern wieder eingetrieben werden.