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Kriegsdrohung jetzt auch aus Abchasien

 Kriegsdrohung jetzt auch aus Abchasien
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Georgien sieht sich offenbar bald einem zweiten Konfliktschauplatz gegenüber: Abchasien, neben Südossetien das zweite abtrünnige Gebiet, hat nach eigenen Angaben eintausend Soldaten in die Kodorischlucht geschickt. Für einen Teil der Provinz gilt außerdem ab dem Abend ein Kriegszustand.

Der selbst ernannte abchasische Präsident Sergej Bagapsch sagt, man werde gegenüber dem südossetischen Volk seine Verpflichtungen erfüllen, auch wenn man vielleicht Abkommen verletze – man habe ja nicht damit angefangen. Um sein Ziel zu erreichen, habe sich Abchasien aber dazu entschlossen.

Die Kodorischlucht ist der einzige Teil Abchasiens, der von georgischen Truppen kontrolliert wird.

Georgien wirft auch hier Russland vor, es unterstütze die abchasischen Einheiten. So seien auf dem Seeweg seit gestern viertausend russische Soldaten angekommen. Abchasien bestätigt, man habe um eine Verstärkung der russischen Truppen an der Grenze gebeten.

Russland hat außerdem Kriegsschiffe vor der georgischen Küste postiert. Georgien spricht von einer Blockade, die Öl- und Lebensmitteltransporte treffe. Russland will dagegen nach eigenen Angaben verhindern, dass Waffen nach Georgien gelangen.

Hier bahnt sich auch ein Streit mit der Ukraine an, in deren Hafen Sewastopol die russische
Schwarzmeerflotte stationiert ist – ein Erbe der gemeinsamen sowjetischen Zeit. Die Ukraine prüft nach eigenen Angaben, ob sie den russischen Schiffen einstweilen die Rückkehr verwehrt. Näheres dazu teilte sie nicht mit.