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Gerichtstermin für Karadzic: "Würde missachtet"

 Gerichtstermin für Karadzic: "Würde missachtet"
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Der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagte, ehemalige bosnisch-serbische Präsident Radovan Karadzic erscheint am heutigen Freitag erneut vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag.

Der Psychiater und Dichter, der sich selbst verteidigt, fordert die Einstellung des Verfahrens, denn damals – nach dem Krieg – habe der amerikanische Balkanbeauftragte Richard Holbrooke ihm Straffreihheit zugesagt. Jetzt werde er “juristisch liquidiert”, seine Würde missachtet.

Weiterhin abgetaucht bleibt Karadzics Militärkommandant Radko Mladic. Auch gegen ihn liegt eine Anklage beim UN-Tribunal vor. Der serbische Sonderstaatsanwalt Wladimir Vukcevic meint jedoch, auch seine Tage seien gezählt. “Mladic hat eine ganz andere Persönlichkeitsstruktur als Karadzic”, sagt Vukcevic. “Mladic ist durch und durch Soldat. Es ist vorstellbar, dass er sich stellt. Das wäre sowieso das Beste. Für ihn, für seine Familie und für uns.”

Für viele Serben sind Mladic und Karadzic Helden, die selbstlos für Serbien kämpften. In Teilen Belgrads hängen Pro-Karadzic-Poster.