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Mexikaner gegen Kriminalität und Gewalt

Mexikaner gegen Kriminalität und Gewalt
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Tausende Mexikaner haben an diesem Samstag gegen Kriminaltät, Entführungen und korrupte Polizisten demonstriert. In mehr als 70 Städten gab es Aktionen. Allein in Mexiko-Stadt versammelten sich rund 200 000 Menschen, um der täglich zunehmenden Bedrohung durch die Morde der Drogenkartelle und der Entführungen von Menschen Einhalt zu gebieten.

In Mexiko sind in diesem Jahr bereits weit über 2000 Morde begangen worden. An manchen Tagen wurden bis zu 30 Menschen getötet. Früher, erinnert sich die Schauspielerin Patricia Manterola, war das nicht so: “Wir sollten nicht wieder eine Legislaturperiode abwarten. Wir brauchen jetzt einen grundlegenden Wandel. Ich möchte wieder in dem Mexiko leben, in dem ich meine Kindheit verbrachte: Früher ließ meine Mutter mich einfach auf der Straße spielen, und Fahrrad fahren. Ich liebe mein Land, ich bin stolz Mexikanerin zu sein, aber ich möchte ein Mexiko ohne Gewalt!”

Das Land ist nach Konflikt gebieten wie der Irak und Kolumbien dasjenige mit den meisten Entführungen auf der Welt. Polizeistatistiken zählen für das vergangene Jahr knapp über 750 Entführungen. Einem unabhängigen Forschungszentrum zufolge liegt die Zahl aber rund zehn mal höher. Ein weiteres Problem ist die Polizei, die oft in die Verbrechen verwickelt ist. Täter werden dadurch selten dingfest gemacht und noch seltener verurteilt.