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Erfolgreicher Start für Urknall-Experiment

 Erfolgreicher Start für Urknall-Experiment
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In Genf ist am Mittwoch die größte Forschungsmaschine der Welt erfolgreich in Betrieb genommen worden. Die Wissenschaftler des Europäischen Zentrums für Teilchenphysik CERN schickten einen ersten Strahl aus Atomkernen im Uhrzeigersinn durch den Teilchenbeschleuniger LHC. Die Voraussetzungen für das grundlegende Kollisions-Experiment, das den Ursprung des Universums erklären soll, sind damit geschaffen.

“Ob wir dann wissenschaftliche Erfolge erzielen können, wird sich erst in einiger Zeit erweisen”, meint CERN-Forschungsdirektor Jos Engelen.
Gefährlich, so wie in vielen Sensationsberichten behauptet, sei die Sache aber nicht, erklärt er.
“Die Erde und andere Objekte im Weltall werden ständig mit kosmischer Strahlung bombadiert. Die dabei entstehende Energie ist mehr als hundertmal
so groß wie die, die bei unseren Experimenten entsteht. Was wir machen geschieht seit Milliarden von Jahren in der Natur”.

Im LHC, einem 27 Kilometer langen Tunnel, der sich 100 Meter unter der Erde befindet, schicken die Forscher einen Protonenstrahl mit fast Lichtgeschwindigkeit durch eine Vakuumröhre. Große Magnete halten den Strahl auf Kurs.

Geplant ist einen zweiten Strahl in Gegenrichtung auf Kollisionskurs zu schicken und zu erreichen, daß die beiden Strahlen, die dünner als ein Menschenhaar sind, zusammenstoßen. Die bei dem Zusammenprall entstehenden Teilchen sollen erfasst werden. Insbesondere suchen die Wissenschaftler nach dem Higgs-Teilchen, das es nach dem bestehenden Weltbild der Physiker theoretsich geben muß, das aber noch nie jemand nachgewiesen hat.

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