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Österreichs Rechte in Wahlumfragen auf dem Vormarsch

Österreichs Rechte in Wahlumfragen auf dem Vormarsch
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Herzlich willkommen in der österreichischen Politik-Gemengelage - 16jährige dürfen in Österreich
in zehn Tagen zum erstenmal den Nationalrat mitwählen.
 
Die vorgezogene Wahl zum Bundesparlament begeistert kaum jemand: Die beiden größten Parteien sind durch eine wenig effiziente Große Koalition abgenutzt. Zwei rechtslastige Parteien rücken in Umfragen bedrohlich nah an die Volksparteien heran.
 
Moderat im Auftreten, beinhart ausländerfeindlich in der Sache - mit diesem Rezept kann FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache nach aktuellen Umfragen mit bis zu 20 Prozent der Stimmen rechnen. Das “Bündnis Zukunft Österreich” des ehemaligen FPÖ-Chefs Jörg Haider kommt auf bis zu 8 Prozent.
 
Die bisher führenden Sozialdemokraten der SPÖ liegen bei 29 Prozent.
 
Als große Verliererin zeichnet sich die Österreichische Volkspartei des bisherigen Vizekanzlers Wilhelm Molterer ab – in aktuellen Umfragen kommt sich auf etwa 25 Prozent.
 
Aber auch die SPÖ-Wähler sind desorientiert: Statt des glücklosen Kanzlers  Alfred Gusenbauer kandidiert Werner Faymann, bisher Verkehrsminister. Gusenbauer hinterläßt als letzte politische Regung einen 180-Grad-Schwenk in der Europapolitik: Danach sollen künftige EU-Verträge per Referendum, durchs Volk abgesegnet werden. Das sprengte die Große Koalition.
 
Die Grünen kommen in Umfragen auf 12 Prozent.