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Bush verteidigt Milliarden schweren Rettungsplan für Finanzbranche

 Bush verteidigt Milliarden schweren Rettungsplan für Finanzbranche
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US-Präsident George W. Bush hat das massive Eingreifen seiner Regierung in die Finanzkrise verteidigt. Das angekündigte Rettungspaket sei “unerlässlich”, sagte er im Rosengarten des Weißen Hauses. Zudem appellierte er an beide Parteien des Kongresses, mit Regierung und Börsenaufsicht zusammenzuarbeiten.

Der Kongress müsse die für das Hilfspaket benötigten mehrere hundert Milliarden Dollar bewilligen.

Die US-Wirtschaft sei an einem Scheidepunkt: Was vor einem Jahr mit faulen Immobilienkrediten begonnen habe, habe sich inzwischen auf das ganze Finanzsystem erstreckt. Es gelte nun, verlorenes Vertrauen wiederherzustellen und die US-Wirtschaft vor ernsten Risiken zu schützen. Das Problem müsse jetzt gelöst werden.

Zuvor hatte Finanzminister Henry Paulson die Grundlinien des Rettungsplans skizziert. Mit dem massiven Einsatz von Steuergeldern sollen dabei die bedrängten Finanzinstitute von notleidenden Vermögenswerten befreit werden. Dadurch soll der Kreditfluss in der Wirtschaft wieder in Gang gesetzt werden.

Die Börsen reagierten rund um den Globus mit einem Kursfeuerwerk. Frankfurt und Zürich schlossen mit Gewinnen von sechs Prozent. Dieser Händler in London meint, Washingtons Rettungsplan sei nicht das Ende der Krise, aber er gebe Zeit, in Ruhe zu überlegen, was in der schwierigen nächsten Zeit zu tun sei.

Im US-Wahlkampf löste Bushs Initiative unterschiedliche Reaktionen aus. Während John McCain die Pläne ablehnte, wurden sie von Barack Obama begrüßt.