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Premierminister Brown verteidigt seinen Führungsanspruch

 Premierminister Brown verteidigt seinen Führungsanspruch
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Der angeschlagene britische Premierminister Gordon Brown hat seinen Führungsanspruch bekräftigt: In seiner mit Spannung erwartete Grundsatzrede beim Labour-Parteitag in Manchester präsentierte er sich als erfahrer Politiker, der für das Land und damit auch für die Partei der richtige sei in Zeiten der Wirtschaftskrise.

Zugleich verteidigte er seinen oft kritisierten Führungsstil: Er sei nicht in die Politik gegangen, um prominent zu werden, sagte Brown, und er habe nie damit gerechnet, immer beliebt zu sein, was wohl auch richtig gewesen sei. Wenn ihm vorgeworfen werde, er sei zu ernst, könne er nur sagen: dafür gebe es wahrlich genug Gründe! Browns Rede war von viel Applaus begleitet. Stehende Ovationen erhielt er für seine Vertreidigung des staatlichen Gesundheitsdienstes.

Auch für die Bildung machte er sich stark – mit einer humorvollen Einschränkung: Er sei für Ausbildungsplätze, aber an die Spitze des Landes gehöre jetzt kein Novize. Dieses Argument gegen den jugendlichen Oppositionsführer David Cameron konnte auch als Hinweis an seinen Außenminister David Miliband, verstanden werden, dem Führungsambitionen nachgesagt werden. Brown betonte, er sei fest entschlossen, das Land durch die gegenwärtigen wirtschaftlichen Turbulenzen zu steuern und dabei die gerechte Gesellschaft der Zukunft aufzubauen. Browns Führungsanspruch war Mitte September von einem Dutzend Labour-Rebellen öffentlich infrage gestellt worden – nach einem dramatischen Absturz des Premierministers in den Umfragen.