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Weißrussland sucht Öffnung zum Westen

 Weißrussland sucht Öffnung zum Westen
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In Weißrussland wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Präsident Alexander Lukaschenko – der seit dem Georgien-Konflikt auf Distanz zum “großen Bruder” Russland gegangen ist – hofft auf ein positives Urteil der westlichen Wahlbeobachter – denn er möchte seine Beziehungen zur Europäischen Union zu verbessern. Weißrussland bräche sogar die eigene Verfassung, erklärt der Staatschef, um die Wahlen so zu organisieren, wie es die OSZE-Beobachter und der Westen verlangen.

Russische Medien berichten, Lukaschenko wolle Oppositionsabgeordnete in Parlament lassen – wenn im Gegenzug die EU-Sanktionen gegen sein Land aufgehoben würden. Viele Weißrussen wollen dennoch nicht zur Wahl gehen: das ändere ohnehin nichts.

Der Wandel findet hinter den Kulissen statt: Entegegen des Wunsches der Kreml-Führung erkennt Weißrussland die Unabhängigkeit der abtrünnigen Republiken in Georgien nicht an. Insgesamt überwachen mehr fast 500 OSZE-Beobachter die Wahl.