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Erstes TV-Duell zwischen Obama und McCain

 Erstes TV-Duell zwischen Obama und McCain
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Die Finanzkrise hat zu Beginn der ersten TV-Debatte zwischen den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain dominiert. Zwar blieben beide Kandidaten stets höflich, doch das hinderte Obama nicht daran, gleich in die Offensive zu gehen:

Obama:
“Die Krise ist das letzte Urteil über acht Jahre gescheiterter Wirtschaftspolitik, wie sie von Präsident Bush und Senator McCain vertreten wurde”.
McCain:
“Republikaner und Demokraten arbeiten und beraten gemeinsam, um ein Rettungspaket zu verabschieden”.

Um die Ausgaben zu reduzieren, möchte Obama die Truppen aus dem Irak abziehen. Ein schlechter Plan, findet John McCain.

McCain:
“Senator Obama hat es immer noch nicht kapiert: wenn wir im Irak scheitern, wird Al Kaida dort eine Basis aufbauen”.
Obama:
“Wir haben unsere Ausstrahlungskraft in der Welt verloren, weil wir alles darauf konzentriert haben”.

Außenpolitik und nationale Sicherheit bestimmten die Debatte dann weiter – sie waren die Hauptthemen.

Obama:
“Ein wiedererstarktes und aggressives Russland ist eine Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit in der Region. Das Vorgehen in Georgien war inakzeptabel”.
McCain:
“Ich glaube nicht, dass wir zum Kalten Krieg zurückkehren. Aber wir müssen unser Partner involvieren. Es war nicht nur ein Problem zwischen Georgien und Russland. Es geht um Energie”.

Wahrscheinlich werden sich beide Kandidaten als Sieger der Debatte fühlen. McCain leistete sich keine Schlappe bei der Wirtschaftspolitik, Obama ließ sich bei der Außenpolitik seinerseits nicht aus der Reserve locken. Weitere TV-Duelle sind für den 7. und 15. Oktober geplant.