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Zwei Vizepràsidenten-Kandidaten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten

 Zwei Vizepràsidenten-Kandidaten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten
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Sie erwartet im Falle eines Sieges zwar nur der 2. Platz – jener hinter dem Präsidenten – für das Wettrennen um Wählerstimmen sind Sarah Palin, die republikanische Gouverneurin von Alaska und Joe Biden, der demokratische Senator aus Delewar nicht weniger wichtig als die Aspiranten auf den Chefsessel im Oval Ovice.

Palin sagt über Biden, sie freue sich, ihn zu treffen, sie kenne ihn noch nicht persönlich, habe aber seit ihrer Schulzeit viel über seine Reden im Senat gehört.

Die Welt außerhalb von Alaska kennt die 44jährige bisher kaum. Im vergangenen Jahr hat sie ihren ersten Reisepaß beantragt. Also hört und schaut man genau hin, wie sie sich auf dem glatten diplomatischen Parkett bewegt -wie simpel sie etwa das Thema Israel mit den “Guten” und den “Bösen” abhandelt. Das klingt so: “ The bad guys are the ones who say Israel is a stinking corpse and should be wiped off the face of the earth. That´s not a good guy who is saying that.”

Sarah Palin verkörpert nahezu perfekt die erzkonsevativen Werte – als fünffache Mutter, aktive Jägern und Mitglied der Waffenlobby.

Der Politikwissenschaftler Robert Shrum meint, wenn sie einen Moment der Schwäche hat, dann wird das auch zum Problem für John McCain, weil dann seine Urteilfähigkeit angezweifelt wird. Deshalb werden ihre Berater sie mit Standardantworten füttern.

Für 30-Sekunden-Antworten mag das reichen. Der 65jährige Senator Joe Biden braucht solche Vorbereitung nicht. We heißt, er übe sich in Freundlichkeit gegenüber Dame. Als langjähriger Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses ist er fit in Weltpolitik.

Und soziale Fragen kennt er von den Leuten auf seinem Bahnhof, von wo er täglich nach Washington zum Senat fährt.

Er könnte sich höchstens im Ton vergreifen, meint Politologe Peter Kastor, und erinnert daran, daß der “alte Hase” schon mal oberlehrerhaft auftritt,was ihm in diesem Fall als “frauenfeindlich” ausgelegt werden könnte.

Was immer die beiden auch sagen, welchen Eindruck sie bei den Wählern hinterlassen, es fällt in jedem Fall auf ihre Chefs zurück, an deren Umfragewerten man den Ausgang des Vize-Duells wird ablesen können.