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Israels Regierungschef: Moskau sollte keine Abwehrraketen an Iran und Syrien liefern

Israels Regierungschef: Moskau sollte keine Abwehrraketen an Iran und Syrien liefern
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Der scheidende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert ist für zwei Tage in Russland eingetroffen. Der Regierungschef will dabei Druck auf Moskau machen, keine Waffensysteme an Staaten wie den Iran oder Syrien zu verkaufen.

Olmert will in Moskau auch das “iranische Problem” erörtern, bei dem Russland eine Sonderrolle zukomme. Die internationale Gemeinschaft will Teheran dazu bewegen, seine Urananreicherung einzustellen. Russland baut und beliefert Irans einzigen Atomreaktor in Buschehr mit Brennstoffen.

Zuletzt gab es Berichte, wonach Moskau dem Regime in Teheran moderne Flugabwehrraketen vom Typ S-300 verkaufen wollte. Diese Raketen haben eine Reichweite von 150 Kilometern. Sie sollen dem Schutz vor Luftangriffen dienen. Damit ist die sogenannte gewaltsame Lösung des iranischen Atomproblems gemeint, die Israel und die USA wiederholt angedeutet haben. Berichten zufolge will auch Syrien, das die schiitische Hisbollah unterstützt, russische Abwehrraketen kaufen.

Der Iran sieht sich seit geraumer Zeit dem Vorwurf ausgesetzt, die Entwicklung von Atomwaffen anzustreben. Dies wird jedoch zurückgewiesen. Vor drei Jahren war Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad mit den Worten zitiert worden: “Israel muss von der Landkarte getilgt werden.”

Russland hat strategische Abkommen mit dem Iran unterzeichnet und baut in Syrien seine Militärstützpunkte wieder auf. Präsident Bashar Al-Assad hatte bei einem Besuch im Moskau kurz nach dem Ende des Kriegs in Georgien um die Unterstützung des Kremls geworben.