Eilmeldung
This content is not available in your region

Obama gewinnt letzte TV-Debatte gegen McCain

Obama gewinnt letzte TV-Debatte gegen McCain
Schriftgrösse Aa Aa

In der dritten und letzten Fernseh-Debatte vor den US-Präsidentschaftswahlen haben sich die beiden Kandidaten scharfe Auseinandersetzungen über die Wirtschaftspolitik geliefert. Meinungsumfragen zufolge liegt der Demokrat Barack Obama in der Wählergunst mindestens fünf Prozentpunkte vor seinem republikanischen Konkurrenten John McCain.
McCain betonte zunächst, er sei nicht Präsident Bush. Wenn Obama gegen Bush antreten wolle, hätte er das vor vier Jahren tun müssen. Er, McCain, werde der Wirtschaft und dem Land eine neue Richtung geben. “Wenn ich ihre Politik gelegentlich mit der von George Bush verwechselt habe”, so Obama, “dann nur, weil sie in Wirtschaftfragen, in der Steuerpolitik, in der Energiepolitik und bei den Ausgaben immer ein Unterstützer von Präsident Bush waren.” Im Hinblick auf die Steuerpolitik wandte McCain sich an den kürzlich berühmt gewordenen Klempner Joe, der für zahlreiche amerikanische Kleinunternehmer steht: “Warum wollen sie die Steuern von irgendwem gerade jetzt erhöhen? Warum wollen sie das für irgendjemanden in Amerika, jetzt, da wir so eine harte Zeit haben, da die kleinen Geschäftsleute, wie Joe der Klempner, Jobs schaffen wollen – außer wenn sie ihm mehr Geld abnehmen und den Wohlstand verteilen. Obama beharrte auf der Wirtschaftspolitik. MCCain habe noch in der vergangenen Woche gesagt, wenn er weiter über die Wirtschaftskrise rede, dann verliere er, man müsse das Thema wechseln Er, Obama, wolle sich in den kommenden drei Wochen aber ganz den Themen Wirtschaft, Gesundheitspolitik und Energiepolitik widmen. Nach einer ersten Telefon-Blitzumfrage waren 58 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Senator Obama die Debatte gewonnen hat. Auch nach Auffassung der meisten Beobachter konnte McCain 19 Tage vor der Wahl dem Wählervotum keine entscheidende Wende geben.